Die C&A- Kampagne

 

Winter 1998

 

Zur Wintersaison eröffnet C&A wieder „Pelzabteilungen“, nachdem das Unternehmen Ende der 80er Jahre den Verkauf eingestellt hatte. Ersten Protesten von TierrechtlerInnen gegen den „Pelzverkauf“ bei C&A in München begegnet das Unternehmen mit gewalttätigen Übergriffen. AktivistInnen werden von so genannten Securitys geschlagen und getreten.

 

Winter 1999/2000

 

Bundesweit protestieren vereinzelt Tierrechts- und Tierschutzgruppen vor und in den Warenhäusern von C&A gegen den Verkauf von „Pelzwaren“.

Anfang 2000 beschließen die Gruppen, zusammenzuarbeiten, Druck auf C&A auszuüben und den „Pelzhandel“ zu stoppen.

 

März 2000

 

Erstes Protestschreiben der Offensive gegen die „Pelzindustrie“ an den C&A Warenhauskonzern, in dem sie den Konzern an seine Firmenphilosophie erinnern, nach der C&A sich nicht an der Ausbeutung von Mensch und Umwelt beteilige. Der Konzern wird aufgefordert, den Handel mit „Pelzprodukten“ als Ausdruck der Ausbeutung von Tieren zu beenden.

Start einer bundesweiten Kampagne bis zum Stopp des „Pelzhandels“ bei C&A. Go-In bei C&A in Berlin Tegel, das Vordach wird besetzt und muß durch die Polizei geräumt werden.

 

März/April 2000

 

Kontinuierlicher Fax- und eMail-Protest bei lokalen C&A-Filialen und bundesweit bei der Einkaufszentrale C&A Buying, in Düsseldorf.

 

Mai 2000

 

Bundesweite Demonstration gegen den „Pelzhandel“ vor der C&A-Filiale in Essen und vor der Einkaufszentrale von C&A in Düsseldorf. Die dortige Geschäftsleitung verweigert die Annahme einer Protestnote.

 

Juni bis Oktober 2000

 

Bundesweite Dauerproteste vor C&A-Filialen. Monatliche Fax-, Telefon- und eMail- Aktionen. Die Nerven von C&A- Filialleitern und Angestellten scheinen blank zu liegen.

 

 

 

September 2000 München

 

Auf Druck von C&A überklebt die Deutsche Städte-Medien GmbH eine von den Tierversuchsgegnern München e.V. angemietete Plakatwand im U- Bahnhof Marienplatz. Die Tierversuchsgegner hatten diese im Zuge der C&A- Kampagne mit einem Boykottaufruf gegen C&A und Informationen zum „Pelzhandel“ bei C&A gestaltet.

 

November 2000 Berlin

 

Zum Karnevalsbeginn betreten TierrechtlerInnen mit Transparenten und Tiermasken eine C&A-Filiale. Kurz darauf kommt es zu einem Handgemenge, da mehrere Verkäufer und Sicherheitsleute versuchen, einzelne AktivistInnen festzuhalten.

Die TierrechtlerInnen können das Kaufhaus jedoch verlassen.

 

Dezember 2000 Berlin

 

Circa 100 „Pelz“gegnerInnen protestieren vor zwei C&A-Filialen lautstark gegen den „Pelzhandel“ bei C&A.

In der C&A Filiale in Köln wird über mehr als eine Stunde von ca. einem dutzend TierrechtlerInnen in der Pelzabteilung mit Transparenten und Flugblättern demonstriert. Drei AktivistInnen ketteten sich zusammen an einen Rollstuhl und konnten nur durch die Feuerwehr voneinander gelöst werden. Die gesamte Etage wurde in dem Zeitraum gesperrt.

 

Winter 2000/2001

 

Bundesweit gibt es in vielen Städten Protest vor C&A-Filialen.

In Hamburg demonstriert sogar der Weihnachtsmann gegen den Handel mit „Pelz“. In München wird ein 14-jähriger Aktivst mehrere Stunden von C&A-Mitarbeitern gewaltsam festgehalten und bedroht.

 

Februar 2001

 

Presseinformation von C&A: Die „Testphase des Verkaufs von Pelzbekleidung“ soll beendet werden.

 

März 2001

 

Presseerklärung der Offensive gegen die „Pelzindustrie“ zur Schließung der „Pelzabteilungen“ bei C&A.

 

2001/2002

 

Weiterer Protest bei C&A, da sie zunächst auch weiter Kleidung mit Pelzbesatz verkaufen.

 

November 2002

 

C&A gibt der Presse bekannt, dass sie in Zukunft auch auf den Verkauf von Kleidung mit Pelzbesatz verzichten werden.