ANTI-PELZ AKTIVISTEN NACH BESETZUNG VON PRADA BOUTIQUE VERHAFTET

„Blutige“ Aktivisten nehmen Pelzkette für den „Verkauf von Leichen“ ins Visier

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21. Februar 2005

Kontakt: Jürgen Faulmann, +49-711-866-6165, mobil +49-173-657-5668

Mailand -- Zwei Aktivisten der internationalen Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) wurden heute Mittag in Polizeigewahrsam gebracht, nachdem sie das Schaufenster der Prada Boutique in der Via Montenapoleone besetzt und sich mit Kunst-Blut beschmiert hatten, um dagegen zu protestieren, dass der bekannte Designer noch immer Pelz verwendet. Die verhafteten, darunter der Kampagnenleiter Jürgen Faulmann von PETA-Deutschland e.V., sowie weitere PETA-Aktivisten außerhalb des Geschäftes, trugen Schilder mit der Aufschrift „Leichen zu verkaufen” in italienischer und englischer Sprache. Der Protest, der am Tage von Prada’s Fashion Week Show stattfand, zielte darauf ab, die Aufmerksamkeit auf Miuccia Prada, Donatella Versace, Roberto Cavalli und andere italienische Designer zu lenken, die immer noch darauf beharren, Tierhäute in ihrer Mode einzusetzen.

„Die Unannehmlichkeit, festgenommen zu werden und ein paar Stunden auf der Polizeiwache zu verbringen, ist nichts im Vergleich zu dem Elend der Tiere, die in Fallen gefangen oder in winzigen Käfigen gezüchtet und grausamst getötet werden”, meint PETA-Aktivist Jürgen Faulmann. „Die wahren Kriminellen sind die Designer, die mit dem Verkauf der Häute von gequälten Tieren Profit machen.”

Prada ist einer der wenigen europäischen Designer, die auch weiterhin Robbenfell verkaufen, das von Robbenbabys stammt, die auf unvorstellbar grausame Weise in jedem Frühjahr in Kanada erschlagen werden.

Andere Tiere, die ihres Pelzes wegen in Fallen gefangen werden, erleiden unsägliche Schmerzen, und dies häufig über Tage, bevor ihnen die Fallensteller den Brustkorb eintreten oder das Genick brechen. Biber, die in Unterwasser-Fallen gefangen werden, kämpfen wie wahnsinnig, bevor sie ertrinken. Auf Pelztierfarmen verbringen Tiere ihr gesamtes Leben in winzigen, verdreckten Käfigen, leiden physisch wie seelisch, bevor sie vergiftet, vergast, per Analstromschlag oder durch Genickbruch getötet werden. PETA veröffentlichte erst kürzlich wieder die in einer verdeckten Ermittlung aufgedeckte Tierquälerei auf einer Pelztierfarm in Michigan. Dort wurde Chinchillas das Genick gebrochen, und sie erlitten einen schmerzhaften Tod durch Stromschlag, indem man ihnen Clipse am Körper befestigte und sie direkt an die Steckdose anschloss, was zu entsetzlichen Todeskrämpfen führte. Eine auch hierzulande übliche Tötungsmethode.

PETA tritt in diesem Monat außerdem auf Modewochen-Veranstaltungen in New York, London und Paris in Erscheinung.

Weitere Informationen finden Sie auf PETA’s Website www.Pelzinfo.de.

PETA ist mit über 800.000 Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.