Proteste
gegen Pelzverkauf bei Peek&Cloppenburg West erfolgreich
P&C-Nord bleibt weiterhin Ziel von Protesten
Am 14.08. hat das
in Düsseldorf ansässige Bekleidungunternehmen Peek&Cloppenburg
West bekannt gegeben, im Verkaufsjahr 2007 keine Pelzprodukte mehr im Sortiment
zu führen. P&C West reagiert damit endlich auf die 4 Jahre andauernde,
intensive Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie, die sich gegen den
Pelzverkauf des Unternehmens richtete. Die Offensive gegen die Pelzindustrie
wird somit die Proteste gegen Peek und Cloppenburg West für das Geschäftsjahr
2007 einstellen.
Seit November 2002 koordiniert das Netzwerk Offensive gegen die Pelzindustrie
die Kampagne gegen den Pelzhandel bei Peek&Cloppenburg, im Laufe derer inzwischen
mehr als 1500 Aktionen, hauptsächlich in Deutschland und Österreich,
stattgefunden haben. Peek&Cloppenburg ist eines der letzten großen
Pelz verkaufenden Bekleidungsunternehmen.
Die Reaktionen des Unternehmens auf die Proteste waren bisher spärlich.
Zuletzt im Februar 2003 bekundete P&C West "...zum jetzigen Zeitpunkt
davon ab[zusehen], Pelzprodukte in einer ad-hoc-Aktion aus [dem] Sortiment zu
nehmen." Man sei, was "Tier- und Artenschutz" anbelangt, mit
dem Deutschen Pelzinstitut (DPI) in Kontakt. Dabei wurde verschwiegen, dass
eben jenes Institut lediglich eine Lobbyorganisation der Pelzindustrie ist.
Das DPI hat die Intention, die Wahrheit über das Produkt Pelz zu verschleiern.
Pelz bedeutet immer Ausbeutung und Gewalt, egal ob die so genannten Pelztiere
in der Falle getötet oder auf Farmen in Drahtgitterkäfigen gefangen
gehalten werden und schließlich in einer Gaskiste ersticken.
Peek&Cloppenburg West hat mittlerweile offensichtlich eingesehen, dass ein
'Aussitzen' der Kampagne nicht funktioniert. Gerade im Gegenteil: Im letzten
Jahr haben immer mehr und immer direktere Aktionen gegen die Kaufhauskette stattgefunden.
Sachbeschädigungen an Filialen und Privateigentum von Entschdeiungsträgern
des Unternehmens häuften sich. Der Unmut über ihre tierverachtende
Geschäftspolitik wurde somit nicht mehr nur vor den Filialen geäußert,
sondern auch direkt zu den Verantwortlichen bei P&C getragen.
Sollte Peek&Cloppenburg West im Jahr 2008 nicht bei seinem Beschluss bleiben
oder doch wieder einige Formen von Echthaarfellen (wie z.B. Kaninchenfell) im
Sortiment aufnehmen, werden die Proteste mit voller Intensität weitergeführt.
Das Schwesterunternehmen Peek&Cloppenburg Nord mit Sitz in Hamburg konnte
sich bis jetzt noch zu keiner Änderung der Geschäftspolitik durchringen,
deswegen werden sich nun die Proteste der Offensive gänzlich auf P&C
Nord konzentrieren.
Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist ein Netzwerk von Tierrechtsgruppen,
die sich zum Ziel gesetzt haben den Pelzhandel in all seinen Erscheinungsformen
(Pelzverkaufsstopp in einzelnen Waren- und Modehäusern, Schließung
von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen, gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung)
abzuschaffen. Kampagnen gegen andere Bekleidungshäuser wie C&A, Zara/Inditex
und KarstadtQuelle AG konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden, nachdem
diese ihren Ausstieg aus dem Handel mit Pelzen bekannt gegeben hatten.
Info- und Pressetelefon
der Offensive gegen die Pelzindustrie:
Martin Ascher 0160-92294271