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Homedemo bei P&C Chef Harro-Uwe Cloppenburg. Quelle: die tierbefreier e.V.
Rund zehn TierrechtlerInnen versammelten sich am 28.10.05, um im Düsseldorfer Stadteil Düsseltal eine Mahnwache für die von der Pelzindustrie umgebrachten Tiere vor dem Haus von Harro Uwe Cloppenburg abzuhalten. H.U. Cloppenburg ist oberster Chef von Peek & Cloppenburg West. Es liegt vor allem in seiner Hand, ob Pelz bei P&C verkauft wird oder nicht. Bis jetzt hat er sich für die tierquälerische Variante entschieden. Deshalb wurde sich an seinem 65. Geburtstag mit ca. 30 Grabkerzen, Fackeln, Transparenten, Flugblättern, einer Musikanlage mit Trauermusik (Bach) und einem Megaphon vor seiner Villa versammelt. Vor der Mahnwache wurden mehrere Hundert Flugblätter an die Häuser in seiner Wohngegend (zwei Straßen weiter wohnt auch Sohn Hendrik Cloppenburg, ebenfalls im Vorstand von P&C) verteilt, in denen über die Verstrickung der Cloppenburgs und P&C mit dem Pelzhandel informiert wird. Darüber wurde auch während der Mahnwache per Megaphon vor seiner Villa informiert. Nachdem die Mahnwache begonnen hatte, wurde auch am Haus geschellt. Eine Frau, es handelte sich um die Haushüterin Frau K., teilte mit, Herr Cloppenburg sei im Urlaub in Spanien. Interessanterweise war die eigentlich weiße Fassade der Villa mit großen roten Farbflecken und Spritzern versehen. Das sei schon seit letztem Winter so, teilte Frau K. mit. Offensichtlich findet es Herr Cloppenburg schmuck, das symbolische Blut der Tiere, die er auf dem Gewissen hat, an seiner Wand prangern zu haben. Das passt, denn als leidenschaftlicher Jäger scheint er sowieso Spaß daran zu haben, Lebendes per Gewaltakt in Totes zu verwandeln. Dies scheint in der Familie zu liegen, denn nicht nur H.U. Cloppenburg ist Jäger, sein Vater war es ebenso wie sein Sohn Hendrik Cloppenburg und sein Bruder Ulf Cloppenburg, der ebenfalls in der Gegend wohnt. In dem Jagdrevier von Ulf Cloppenburg in der Eifel war der ehemalige Vorsitzende des deutschen Jagdverbandes Constantin Freiherr von Heereman in einen Jagdskandal verwickelt, als dort das zwanzigfache der natürlichen Menge an Wildschweinen gezüchtet und gemästet wurden, um diese bei einer Art Gatterjagd reihenweise erschießen zu können. Dieser Jagdexzess wurde in den Medien damals das "Schlachtfest im Wenzelhausener Forst" genannt. Eine knappe halbe Stunde später traf eine blonde Frau ein, die sichtlich schlecht gelaunt in der Villa verschwand. Vielleicht war es eine Cloppenburg-Tochter – zumindest war sie eher groß, was Harro Uwe ja auch ist. Kurz darauf traf die Polizei mit drei Streifenwagen und einer Motorradstreife ein. Während die Polizei Lagebesprechung machte, traf auch Dirk O., seines Zeichens Chauffeur von H.U. Cloppenburg in deren Audi auf und ging in die Villa. Gleichzeitig traf ein Mann zu Fuß auf, der behauptete, mit H.U. Cloppenburg verwandt zu sein und dass seine Adresse auch bei den Tierrechtlern bekannt sei. Er verhielt sich eher primitiv, und forderte TierrechtlerInnen auf, sich mit ihm zu prügeln. Seine Bemerkungen und sein Auftauchen könnten daraufhindeuten, dass es sich um Hendrik Cloppenburg handelte. Das könnte auch erklären, warum er so aggressiv war, schließlich ist er nicht mehr designierter Nachfolger von Papa Cloppenburg, wie er es noch vor kurzem war. Nachbarn, die bei der Mahnwache kurz vorbeischauten, berichteten noch, dass wenn H.U. Cloppenburg zu Hause ist, er manchmal mit seinem Spaniel in der Wohngegend spazieren gehe. Nun ja, ein Haushund taucht an den Kleidungsstücken seines Unternehmens wohl eher selten auf. Nachdem die Personalien der TierrechtlerInnen überprüft worden waren, wurde der Fortgang der Aktion besprochen. Die Polizei wollte lediglich eine Ansage haben, wie lange die Mahnwache noch dauern wird. Sie wurde dann noch für eine gute halbe Stunde fortgesetzt und zwei Stunden nach Beginn der Aktion beendet – für diesen Tag. Die Proteste gegen den Pelzhandel bei Peek & Cloppenburg werden an allen geeigneten Orten weitergeführt, bis Peek & Cloppenburg bekanntgibt, dass sie keine Pelzartikel mehr verkaufen.
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