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13.12.05 Düsseldorf: Demo vor der Hauptverwaltung von P&C West - P&C denkt nach Zum zweiten Mal wurde heute vor den Büros der Hauptverwaltung und des Zentraleinkaufs von P&C West in der Berliner Allee 2 und 8 in Düsseldorf demonstriert. Wer in das Gebäude wollte oder es verlassen, kam nicht daran vorbei, sich mit dem Thema Pelzverkauf bei P&C auseinanderzusetzen. Freilich: das haben die MitarbeiterInnen der Hauptverwaltung bereits, worauf mehrfach P&C MitarbeiterInnen hinwiesen (man kenne unser Informationsblatt und unsere Website in- und auswendig), sie wissen um die Problematik, sie sind über das mörderische Geschäft der Pelzindustrie informiert. Allein, dies macht den Verbleib von P&C im Pelzgeschäft nur noch schlimmer. Wer unwissend ist, kann sich bei der Erklärung seiner Untaten wenigstens noch auf eine Wissenslücke berufen. Wer jedoch wissentlich die Existenz von Tieren und ihr Recht auf Freiheit vernichtet oder zulässt, dass es sein Arbeitgeber tut, verleugnet sein Gewissen und den gesellschaftlichen Wert der Ächtung von Angriffen auf die körperliche Unversehrtheit und das Leben von Individuen; was Tiere sind. Können die MitarbeiterInnen der Filialen von P&C - wenn überhaupt - vielleicht noch ansatzweise geltend machen, dass sie keinen Einfluss auf die Konzernleitung hätten, die MitarbeiterInnen der Hauptverwaltung können dies nicht mehr: sie sitzen in den Entscheidungsetagen, sie treffen die Entscheidungen mit oder sind direkte Erfüllungsgehilfen. Vielleicht ist es gerade das Wissen um diese Mitverantwortung, die einige MitarbeiterInnen - als Komplizen der Gewalt gegen Tiere - mal peinlich berührt, mal aggressiv abweisend, mal völlig ignorant gegenüber dem Protest der TierrechtlerInnen machte. So waren Sprüche wie "Gewalt gehört zum Leben" ebenso von MitarbeiterInnen zu hören, wie die Leugnung, dass P&C Echtpelz, heißt Tierhaut mit Tierhaaren, verkauft; oder aber die MitarbeiterInnen schauten beim Vorbeigehen angestrengt in das Display ihres Handys. Andere verstanden den ganzen Aufruhr und Protest nicht, schließlich habe P&C ja kaum mehr Pelz im Angebot. Sicher: wer mehrere Tausend Tiere umbringt, ist ein größerer, ein Massenmörder; aber wer auch nur ein einziges Tier umbringt bleibt eben ein Mörder. Und wer den Mord beauftragt und finanziert, begeht Beihilfe zum Mord. Die Sachlage ist klar. Die Abweisung dieses Gedankens, das Kopfschütteln und das verkrampfte Grinsen von P&C-Angestellten und der Konzernleitung angesichts der Hektatomben tierlicher Gewaltopfer ist zwar verständlich im Sinne eines Versuches, den aus dem Unrecht an Tieren gewonnen Profit rückwirkend zu "rechtfertigen" und auch in Zukunft aufrecht zu erhalten; entschuldbar ist all dies jedoch nicht, verzeihbar ohnehin nicht. Die Gewalt gegen die tierlichen Individuen, die zerstückelt als "Pelzbesatz" oder "Innenfutter" bei P&C hingen und hängen, lässt sich nicht rückgängig machen. Es gab aber auch andere Reaktionen von P&C-MitarbeiterInnen: Zustimmung und die Versicherung, dass man selbst den Verkauf von Echtpelzen bei P&C nicht gut heiße. Und Äußerungen in die Richtung, dass man den Protest bei P&C durchaus wahrnehme und diskutiere. Dies wird Zeit. Die nächste Vernichtungsphase tierlicher Individuen ist gerade abgeschlossen. Jede der so genannten Pelzfarmen zählte Tausende - dort in Käfige eingesperrte - Tiere. Jetzt sind sie ermordet, ihre Haut aufgeschnitten und vom übrigen Körper abgezogen. Der eine Teil des Leichnams wurde auf den Farmen in Tonnen geschmissen, aus dem anderen - ihrem Haarkleid - wird die Pelzindustrie neue "Besätze" und anderes nähen, zusammen mit Designern, die ihren Anstand und guten Geschmack für Geld vergessen und in den Fängen der Pelzindustrie übersehen, dass Mode Ästhetik, Pelz aber Hässlichkeit widerspiegelt (Gewalt ist hässlich). Die Pelzindustrie wird wahrscheinlich erneut Journale finden, die den journalistischen Ehrenkodex verraten und unkritisch und ungeprüft nachplappern, dass Pelz wieder "in" sei (wer mal eine andere journalistische Ausführung lesen möchte, schaue in die aktuelle EMMA, in der auch P&C Erwähnung findet). Vielleicht wird die Pelzindustrie auch wieder Bekleidungsunternehmen finden, die skrupellos genug sind, Anfang kommenden Jahres bei ihnen Kleidungsstücke zu bestellen, die gänzlich aus ermordeten Tieren bestehen oder aber an denen tote Tiere als "Pelzbesatz" hängen. Wird P&C wieder eines dieser respektlosen Unternehmen sein? Wir warten auf eine Presseerklärung, Cloppenburgs! |