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Go-In. Berlin. 04.03.2006 Aktionsbericht Berlin-Marzahn. 13:15 Uhr. "Es gab einen Anschlag auf Peek und Cloppenburg!", ruft ein sichtlich aufgeregter Angestellter einer Sicherheitsfirma in sein Mobiltelefon, während er mit seinem anderen Arm versucht mehrere junge Leute gleichzeitig aus dem East-Gate-Einkaufzentrum im Berliner Osten zu drängen. Was war da los? Einige Minuten zuvor sind wir, mehrere Menschen aus Tierbefreiungszusammenhängen, in das Peek und Cloppenburg Modehaus im East-Gate-Center eingedrungen. Mit einem Banner ("Pelzhandel - Todeshandel") und lautstark vorgebrachten Parolen, wie "Tiere haben Rechte - Pelz ist Mord" und "Pelzhandelstopp - P & C Boykott" wollten wir die Ruhe im Kaufhaus stören, um zum Aktionstag eben auch in Marzahn ein deutliches Zeichen gegen den Pelzhandel der Modehauskette zu setzen. Mit ineinander verschränkten Armen durchquerten wir die Verkaufräume der Filiale. Zunächst wollten wir die Aktion recht kurz halten und haben uns auf direktem Weg zum Notausgang zur Marzahner Promenade gemacht. Einen durch das Öffnen der Nottüren ausgelösten Alarm, hätten wir dabei allzu gern in Kauf genommen. Nun waren jene jedoch verschlossen, auch die mittlerweile herbeigeeilten zwei Sicherheitsbeamten versuchten sich, um uns auf schnellsten Wege wieder loszuwerden, jedoch vergeblich. Wir zogen daraufhin wieder zum Haupteingang von P&C, um dann das Einkaufzentrum durch den zentralen Gang wieder zu verlassen, wie beschrieben mit einem Sicherheitsmenschen im Schlepptau, dem es anscheinend nicht schnell genug gehen konnte. Außerhalb des East-Gate-Centers gelang es ihm jedoch nicht, auch nur einen von uns festzuhalten, wir verschwanden schlichtweg in den umliegenden Plattenbauten. Einen bleibenden Eindruck haben wir in mehrerer Hinsicht hinterlassen. Zum Einem wurde P&C vor Augen geführt, dass wir vor Go-Ins in Einkaufszentren in Zukunft keinen Halt mehr machen werden, auch wenn mensch nach Verlassen der P&C-Filiale immer noch das Einkaufzentrum durchqueren muss, um sich den Zugriffen von Sicherheitsmännern und Polizeibeamten zu entziehen. Zum Zweiten haben wir während der ganzen Aktion über Eintausend kleine Schnippsel mit Anti-Pelz-Parolen im Peek und Cloppenburg verteilt. Und Last But Not Least wurde in der ganzen Aufregung auch ein Alarm-Pieper (sog. Rape-Alarm) zwischen Kleidungsstücken versteckt und ausgelöst. Hierfür wird ein Stift aus dem mit Batterien betriebenden Gerät gezogen und ein schriller, schwer zu ortender Pfeifton sorgt für zusätzliches Aufsehen. Ohne Stift ist dieser Alarm nicht wieder zu beenden und dürfte wohl einiges an Nerven kosten. Wir wünschen eine aufwendige Suche. Kein Ruhe für die Pelzhändler. Stoppt den Pelzhandel bei Peek und Cloppenburg. |