Aktionsbericht aus Augsburg

Am Samstag den, 04.03.06 gab es vor der Augsburger Peek & Cloppenburg Filiale eine Demonstration gegen den Pelzhandel. Es wurden Flyer verteilt, Unterschriften gesammelt und durch Bilder und anderes Infomaterial auf die grausame Haltung von sogenannten Pelztieren aufmerksam gemacht. Die Kundgebung verärgerte die Geschäftsleitung, da es viel positive Ressonance gab. Mehrmals versuchte das Sicherheitspersonal uns in die Demonstration zu pfuschen. Einer der Demonstranten verteilte Kunstblut in dem Eingangsbereich der Peek & Cloppenburg Filiale, um die Passanten auf den blutigen Handel mit Pelz aufmerksam zu machen. Zu der Zeit waren noch keine Polizisten vor Ort. Der Sicherheitsdienst alamierte daraufhin die Polizei, die ein paar Minuten später eintraf. Sie erfuhr durch Spekulationen wer der "Täter" sein könnte. Die verdächtige Person wurde aufgefordet den Platz zu verlassen, die Person, welche der Aufforderung nicht nachkam, wurde von den zwei Polizisten zu Boden gedrückt und mit Handschellen gefesselt. Einer der Beiden drückte den Demonstranten mit dem Knie im Gesicht zu Boden und hielt seine Hände auf dem Rücken zusammen die noch mit Handschellen gefesselt waren. Die Polizistin kniete auf seinem Rücken und hielt die Beine fest. Mehrere Demonstrant/innen versuchten mit dem Beamten und der Beamtin vernünftig zu sprechen, um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Für die Maßnahme gab es keinerlei Anlass, die Beiden waren mit der Angelegenheit völlig überfordert und nicht in der Lage sie in den Griff zu bekommen. Nachdem der Zustand des am Boden liegenden Aktivisten immer bedrohlicher schien, versuchten mehrere Demosntrant/innen die beiden Polizeibeamte von ihm zu trennen. Alle Versuche schlugen fehl, da von hinten Verstärkung ankam und die DemonstrantInnen zur Seite prügelte/ schubste... Ein weiterer Aktivist wurde aus unerfindlichen Gründen ebenfalls festgenommen. Eine Aktivistin wollte zu den bereits im Polizeiwagen untergebrachten Aktivisten gehen. Da wurden auch ihr Handschellen angelegt und sie wurden alle drei auf das Polizeirevier gebracht. Auf Anforderung der Demoleitung, die Tagebuchnummer und die Dienstnummer zu erfahren, reagierte der Dienstleiter cholerisch. Auf Drängen der Polizei musste die Demosntration beendet werden, da es sonst noch weitere Festnahmen gegeben hätte... Die DemoteilnehmerInnen gingen sofort zum Polizeirevier. Dort wurde nur einer Person der Zutritt gestattet, aber nur in den Flur des Reviers. Der zuständige Einsatzlieter fiel erneut durch sein aggressives Verhalten auf. Die Tagebuchnummer war angeblich noch nicht bekannt und zur geplanten "Verweildauer" der festgenommenen Personen konnte zuerst keine Auskunft gegeben werden. Als die Person deutlich machte, dass sie ein Recht auf diese Informationen hätte und bis zum Zeitpunkt der Mitteilung im Flur der Polizeistation warten würde, wurde sie des Hauses verwiesen. Ebenso wurden alle vor dem Revier wartenden AkivistInnen des Platzes verwiesen. Als alle sich dann auf dem öffentlichen Fußweg versammelten, bekamen die drei Beamten vor dem Eingangsbereich von zwei weiteren Kollegen mit Polizeihunden Unterstützung. Die arrestierten Personen wurden erst 6 Stunden nach Festnahme wieder freigelassen. Das Verhalten der Polizei, sowohl vor P&C als auch beim Polizeirevier, war skandalös. Rechtliche Schritte dagegen werden schnellstmöglich eingeleitet.