laufende Kampagnen

Kampagne gegen Kleider Bauer
Mit Oktober 2006 startet die Offensive gegen die Pelzindustrie eine Kampagne gegen den Pelzverklauf bei Kleider Bauer in Österreich.

Kampagne gegen den Luxusmodekonzern ESCADA
Mitte Oktober 2007 wurde von einem globalen Kampagnennetzwerk eine neue Anti-Pelz-Kampagne ins Leben gerufen. Ziel ist der Luxusmodekonzern ESCADA, der vorrangig Designer-Damen-Mode herstellt und vertreibt. Zum Unternehmen ESCADA gehören in vollem Umfang die Tochterunternehmen BiBA, Laurèl, cavita und apriori, die somit allesamt ebenfalls Ziel von Protesten sind und sein werden. Die Offensive gegen die Pelzindustrie beteiligt sich an der neuen Kampagne mit dem Ziel, auch ESCADAs Pelzhandel ein für allemal zu beenden.

Kampagne gegen die Pelzfarm Rochlitz
In der Pelzfarm Schirmer und Partner in Döhlau bei Rochlitz (Sachsen) werden zur Zeit circa 12.000 Nerze und eine unbestimmte Zahl von Marderhunden unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten. Sie werden im Spätherbst ermordert, um ihre Haut zu 'Pelz' zu verarbeiten. Die "Anti-Fur-Initiative" organisiert eine Kampagne mit dem Ziel diese Pelzfarm zu schließen.


Kampagne gegen Breuninger
Seit Ende 2006 läuft im Südwestdeutschen Raum, vor allem in und um Stuttgart, eine Kampagne gegen die Kaufhauskette Breuninger. Infostände und Unterschriftensammlungen finden z. B. am Hauptstandort in Stuttgart regelmässig statt. Der Protest soll auf möglichst viele Standorte ausgeweitet werden. Breuninger, der in der Außendarstellung gerne als "sozial engagierter Mittelständler" auftritt, fördert den Pelzabsatz aktiv durch seine Sortimentspolitik sowie durch Veranstaltung von "Pelz- und Leder-Tage" zu denen ausgewählte Kunden persönlich eingeladen werden. Der Werbe-Slogan „Breuninger – die schönen Dinge des Lebens“ klingt in diesem Zusammenhang wie Hohn und Spott.
Kontakt: tirs [at] gmx . net



abgeschlossene Kampagnen // Pelzausstiege

Februar 2008: Trixie verabschiedet sich von Echtpelzprodukten
Das Unternehmen Trixie, welches Produkte für sogenannte Heimtiere vertreibt, hatte bisher zahlreiche Spielzeuge für Hunde und Katzen aus Echtpelz im Sortiment. Nach mehrmaliger Aufforderung von Seiten der OGPI, solche Produkte nicht mehr anzubieten, erklärt das Unternehmen nun, in Zukunft auf Echtpelzprodukte zu verzichten.

In der Mail an die OGPI vom 12.2.2008 erklärt Anette Borgmann von Trixie:
„Da unserem Unternehmen das Wohl der Tiere besonders am Herzen liegt, freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir uns in der Zwischenzeit dazu entschlossen haben, nun auch die letzten noch in unserem Sortiment befindlichen Echtfellspielzeuge gegen Plüschspielzeuge auszutauschen. Die Umstellung wird fließend zu den jeweils schnellstmöglichen Terminen (nach Abverkauf der am Lager befindlichen Bestände) erfolgen. Die Änderung im Katalog wird mit dessen Neuauflage (Mai 2008) durchgeführt.“

Die OGPI wird natürlich weiter ein Auge auf das Unternehmen haben und darauf achten, dass diese Aussage auch eingehalten wird.



SCAPA wird pelzfrei ab Winter 2008
Vor rund einem Jahr [2006] starteten belgische TierrechtlerInnen eine Kampagne gegen den Pelzverkauf der internationalen Modekette Scapa. Scapa führte damals Kaninchenpelz-Mäntel und Besätze im Sortiment. Neben den eigenen 45-50 Shops in Belgien und Holland, vertreibt Scapa seine Waren auch an rund 100 andere Bekleidungsläden in Spanien, Frankreich und Dänemark. Nach einem Jahr regelmäßiger Proteste veröffentlichte das Scapa-Management schließlich eine Stellungnahme: Ab Winter 2008 wird Scapa komplett pelzfrei sein, exklusive Scapa-Stores sogar ab sofort! Dieses erfolgreiche Ende einer weiteren Anti-Pelz-Kampagne zeigt noch einmal, wie erfolgreich das Kampagnenprinzip ist.


Italien: Größter Bekleidungseinzelhändler, die COIN-Gruppe wird pelzfrei!
Nachdem erst im Oktober 2007 von TierbefreierInnen in Italien (Campagna AIP, www.campagnaaip.net) eine Kampagne gegen den Pelzverkauf der Coin-Gruppe gestartet wurde, gab diese nun bekannt, zukünftig keine Echtpelzprodukte mehr zu verkaufen. Außerdem sicherte das Unternehmen zu, diese Entscheidung in ihren ethischen Unternehmenscode aufzunehmen und öffentlich zu machen.

Die Coin-Gruppe, zu der die Unternehmen Coin, oviesse und Yo-vi gehören, ist der größte Bekleidungseinzelhändler in Italien und unterhält dort insgesamt 415 Filialen.

Nur 2 1/2 Monate nach Start der Anti-Pelz-Kampagne enthielt die Liste der Aktionen bereits 80 Demonstrationen, zwei direkte Aktionen und eine Aktion des zivilen Ungehorsams. Daraufhin bot das Unternehmen eine pelzfreie Unternehmenspolitik an, die nun ab sofort in allen oviesse-Filialen und mit Ende der nächsten Wintersaison auch in den anderen beiden Unternehmen wirksam wird.

Somit sind in Italien bald alle großen Modehausketten pelzfrei.

Als problematisch müssen einzig die langen Übergangszeiten bei Concessionflächen und externen Anbietern bei Coin und Yo-Vi angesehen werden. So werden die eigenen Kollektionen ab 2009 pelzfrei sein, trotzdem aber bis in die Wintersaison 09/10 hinein kleine Mengen an Pelzprodukten von externen Marken angeboten werden.


Irland: Flairline Fashion Group wird pelzfrei
AkivistInnen aus Irland haben uns darüber informiert, dass die Flairline Fashion Group, eine Bekleidungskette mit 14 Läden, ihre Zustimmung gegeben hat echten Pelz aus dem Sortiment zu verbannen. Nachdem das Management des Unternehmens die Kommunikation verweigerte, wurde ihnen mit Demos von lokalen TierrechtlerInnen etwas auf die Sprünge geholfen. Bei den daraus resultierenden Gesprächen konnten EntscheidungsträgerInnen überzeugt werden, in Zukunft keine Pelzprodukte mehr anzubieten bzw. einzukaufen.

Unter den 14 Niederlassungen der Flairline Fashion Group befinden sich auch zwei Shops, in denen Escada-Artikel angeboten werden. Die irischen AktivistInnen haben sofort eine neue Kampagne gegen ein pelzhandelndes Unternehmen gestartet: Monica John.

Nachdem die TierrechtlerInnen dem Management Infomaterial über die Pelzindustrie überreicht hatten, begannen sie sofort mit einer ersten Demonstration.

Thomas Brown Group ab Februar 2008 pelzfrei
Ein weiterer Erfolg für die globale Tierbefreiungsbewegung: die in Irland seit längerer Zeit geführte Kampagne gegen den Pelzverkauf der Brown Thomas Group wird erfolgreich beendet. In den letzten Monaten protestierten AktivistInnen bis zu vier Tage die Woche vor einer Filiale des Unternehmens in Dublin; mehr als 10.000 Menschen unterschrieben die bereitliegende Boykotterklärung. Anfang Dezember gab das Unternehmen, das insgesamt vier Häuser betreibt, per e-mail bekannt, ab Februar 2008 auf jeglichen Handel mit Echtfellprodukten (dazu zählt auch Kaninchenfell) zu verzichten. Diese Erklärung umfasst auch die Concessionflächen; die Concessionpartner wurden bereits informiert. Laut Stephen Sealy (Direktor für Einkauf) habe Brown Thomas kein Interesse daran, einen Handel zu unterstützen, welcher von Grausamkeit an Tieren profitiere.
mehr Infos (externer Link): hier

Die internationale Modekette GUESS wird pelzfrei
Allerdings wollen GUESS erst ab April 08 pelzfrei werden, weshalb die OrganisatorInnen der Proteste dazu aufrufen, GUESS zu kontaktieren, um ihnen zu sagen, dass ihre Entscheidung begrüßt wird, sie aber gefälligst JETZT pelzfrei werden sollen und nicht noch eine Saison die Leichen sogenannter Pelztiere verkaufen.
For more info see www.caft.org.uk
Or email london@caft.org.uk


GUESS, Inc. (US head office)
1444 South Alameda Street
Los Angeles, CA 90021
U.S.A.
email customerservice@guess.com
Phone: customer service: (toll-free) . 1-877-44-GUESS (48377).

GUESS Italia (European HQ)
VIA DE CATTANI SNC
50100 FIRENZE (Florence)
Italy
phone: +390553208412
luca.tacchi@guess.it
andrea.bargiotti@guess.it

Pelzausstieg der Modeboutiquenkette Bonita
Auch Bonita, eine Modekette mit über 600 Boutiquen in Deutschland, Österreich, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz, erklärte fast zeitgleich mit SinnLeffers seinen Ausstieg aus dem Pelzhandel.

SinnLeffers endlich komplette Pelzfreiheit bestätigt
Nach Monaten des Wartens auf konkrete Entscheidungen und hartnäckiger Kommunikation konnte auch SinnLeffers ohne das Durchführen einer Kampagne zum vollständigen Pelzausstieg bewegt werden. Der Konzern war nach der Trennung von Karstadt wieder in das Geschäft mit Pelz eingestiegen und bestätigte im Mai 2007 endlich seine komplette Pelzfreiheit (inklusive Kaninchenfellen und Concessionflächen) ab der Herbst/Wintersaison 2007.

Pelzausstieg nach Kommunikation mit Gerry Weber
Im März 2007 gab auch die Gerry Weber AG bekannt, ab der Herbst/Winter Saison den Handel mit Echtpelzprodukten zu beenden. Gerry Weber ist damit der erste Modehersteller, der auf Anfrage der Offensive hin die Verwendung von Pelz unterband. Geschäftsführer Udo Hardieck erwähnte den "Schutz der Tiere" als ausschlaggebend für diese Entscheidung.

Kampagne gegen Adler vor Beginn bereits beendet
Adler entging einer Antipelzkampagne so knapp wie noch kein Unternehmen zuvor. Nachdem lange keine Reaktion des Unternehmens auf Anfragen zur Pelzpolitik des Unternehmens erfolgte, kündigte die Offensive gegen die Pelzindustrie im Januar 2007 eine Kampagne gegen das Unternehmen an, erstellte Kampagnenmaterial und terminierte einen Aktionstag zum Kampagnenstart. Kaum eine Woche nach Veröffentlichung des Kampagnenstarts knickte auch Adler ein und bekannte sich durch den Orderstopp jeglicher Pelzprodukte ausdrücklich zu Tierschutz und Nachhaltigkeit.

Pressemitteilung von Adler: hier

Auch Kaufhof steigt im letzten Moment aus dem Pelzhandel aus!
Am 12.10.2006 erklärte die Kaufhof Warenhaus AG, kurz vor dem Start einer Kampagne gegen sie, den Ausstieg aus dem Pelzhandel. "Die Kaufhof Warenhaus AG wird ab dem Geschäftsjahr 2007 keine Pelze bzw. Bekleidung mit Echtpelz-Applikationen und -Besatz bei ihren Lieferanten ordern. Die aktuellen Warenbestände werden saisonbedingt abverkauft." Kaufhof bezieht sich in der veröffentlichten Pressemitteilung zum Pelzausstieg auf die soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung des Unternehmens und schließt in diese Verantwortung den Tierschutzgedanken mit ein.

Pressemitteilung von Kaufhof: hier

Kampagnenandrohung gegen Turek
Turek, eine Bekleidungskette, die 14 Läden in Wien betreibt, ließ es auf eine konkrete Kampagnenandrohung der Offensive ankommen, bevor das Unternehmen seinen Pelzausstieg ankündigte:

"Die Firma Herbert Turek prot.Einzelfirma 1170 Wien, Hern.Hauptstraße 42-48 wird für das Geschäftsjahr 2007 weder Pelze noch Bekleidung mit Pelzbesatz einkaufen
Mit freundlichen Grüßen Die Geschäftsleitung"
(E-Mail vom 22. Spetember 2006)

Turek war damit bereits das zweite österreichische Unternehmen, das nach der erfolgreich beendeten Peek&Cloppenburg-Kampagne seinen Ausstieg aus dem Pelzhandel ankündigte.

Auch Schöps wird pelzfrei
Nachdem die Offensive eine Stellungnahme zum Pelzverkauf des Unternehmens gefordert hatte, kündigte Schöps, ein österreichisches Unternehmen mit 123 Filialen, an in der Herbst/Winter-Saison 06/07 und auch den darauffolgenden Saisonen auf den Verkauf von Echtpelz zu verzichten.

"Mit Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom 11.09., in welchem Sie uns zu einer Stellungnahme zu Echtpelzen in unserem Sortiment auffordern, bestätigen wir Ihnen hiermit, dass wir in unserer aktuellen Kollektion Herbst/Winter 2006 keinen Echtpelz bzw. Echtpelz- oder Fellverbrämungen verwenden."

Die SCHÖPS-Stellvertreterin, Stephanie Gregor, räumte auf weitere Nachfragen ein dass der Ausstieg aus dem Pelzhandel nicht nur für die kommende Wintersaison gelte:

"Im Anschluss an unsere Mail vom 14.09. bestätigen wir Ihnen hiermit, dass wir auch in den Folgesaisonen keinen Echtpelz mehr in unserem Sortiment führen werden."

Schöps bot in den vorhergehenden Wintersaisonen Pelz in Form von Krägen und Innenfutter an.

Verhandlungen mit Appelrath-Cuepper
Nach Verhandlungen der Offensive gegen die Pelzindustrie mit Appelrath-Cüpper, hat die Douglas Holding AG am 29.09.2006 in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Bekleidungsketten „Appelrath-Cuepper“ und „Pohland“ in der Saison 2007/2008 keine Pelze und Pelzapplikationen mehr im Sortiment führen werden.

Kampagne gegen Peek & Cloppenburg
Am 14. August gab P&C West und knapp eine Woche später P&C Nord bekannt, dass sie, nach Abverkauf aller Pelzwaren pelzfrei sein werden. An die vier Jahre an Protesten hat es gedauert, dass sich P&C West durchringen konnte, schriftlich bekannt zu geben, dass sie zumindest "für das Geschäftsjahr 2007 weder Pelze noch kleidung mit Pelzbesatz einkaufen" werden. Falls danach wieder Pelz im Sortiment auftaucht werden die Proteste natürlich weitergehen. Eindeutiger war die Stellungnahme von P&C Nord: "*Die im Sortiment verbliebenen Kleinstapplikationen werden (...) in enger Kooperation mit unseren Lieferanten bis Mitte 2007 letztmalig abverkauft sein."
Artikel in der "Tierbefreiung": hier

Kampagne gegen Karstadt
Am 27.09.2002 gab der KarstadtQuelle-Konzern seinen Ausstieg aus dem Pelzhandel bekannt! Großer Erfolg der Offensive gegen die Pelzindustrie.

Nerzfarm Roßberger Willich/Schiefbahn
Nach 2 Jahren entschlossener Proteste musste der Nerzzüchter Roßberger in Willich-Schiefbahn am 31.12.2001 seine Farm schließen. Es zeigt sich immer wieder - Kampagnen haben Erfolg...

Kampagne gegen C&A
Die erste Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie endete vorerst mit einem Teilerfolg - ab 2003 steigt C&A endgültig aus dem Pelzhandel aus...

Otto-Versand
Allein durch Briefwechsel konnte die Offensive gegen die Pelzindustrie erreichen, dass sich der Otto-Versand aus dem Pelzhandel zurückzog.


Siehe auch "Ein Rückblick (2000-2002)