BekennerInnenschreiben, 24.10.2000:
"wir haben am dienstag (24/10/2000) in der nacht die nerz- und fuchsfarm der heideland agrar ag, (gleinermühle 3, 06774 Söllichau, tel: 034243 / 21789) besucht. Wir haben mehrere hundert käfige aus der farm entfernt und in der nähe geöffnet. dadurch hatten etwa 700 nerze die möglichkeit der anstehenden tötung zu entkommen. außerdem haben wir vier hasen die in der nähe des wohnhauses in drahtkäfigen untergebracht waren mitgenommen und ein neues zu hause gegeben.
die farm besteht
aus 90 Schuppen, wovon im großteil nerze untergebracht sind. die tiere
leben ihr leben auf einem drahtgitterboden und haben tagein tagaus nur eins
vor ihren augen: gitter. sie rennen ihr ganzes leben rastlos in ihrem 30x80
cm großen käfig auf und ab, entwickeln stereotypien und erleiden
schwere psychische schäden, die auch zu selbstverstümmelungen führen
können. nach ca. sieben monaten, anfang november, werden die nerze umgebracht,
vergast, per stromschlag oder per genickbruch. in freier wildbahn leben nerze
als einzelgänger an ufern von bächen, flüssen und seen. dort
legen sie wohnhöhlen in dichtem unterholz, unter wurzeln oder steinen an.
als
dämmerungs- und nachtaktives tier, erbeutet der gewandte schwimmer und
taucher fische, nager, insekten und pflanzen in einem gebiet von bis zu 20 km.
da der nerz erst seit anfang dieses jahrhunderts in gefangenschaft gehalten
wird, unterscheidet er sich fast gar nicht von seinen freilebenden artgenossen.
somit stimmt das gernbenutzte argument der pelzindustrie, "die tiere hätten
keine Überlebenschance, da sie nie das jagen gelernt haben", nicht.
die farm liegt an einer wenig befahrenen strasse zwischen bad düben und söllichau, inmitten der dübener heide, einem riesiegen waldgebiet. sofort in der nähe von der farm befindet sich ein see, ein bach und eine quelle, also der ideale lebensraum für nerze.
ALF"