Wir erhielten folgendes BekennerInnenschreiben:

Erklärung zu in Berlin durchgeführten Farbanschlägen auf zwei Pelzhäuser: Wir haben am 28.07.2005 zwischen 2.45 Uhr und 3.30 Uhr Farbanschläge auf zwei Pelzhäuser in Berlin durchgeführt. Zwei mit roter Farbe gefüllte Christbaumkugeln aus Glas wurden gegen die Scheiben des >>Pelzateliers Winkler<< auf dem Mariendorfer Damm (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) geworfen. Eine dritte Farbkugel zerschlug eine gläserne Werbetafel, die dadurch teilweise zerstört wurde. Ein zweiter Anschlag wurde zeitnah gegen das >>Pelzhaus Buttler<< in der Hermannstraße 142 (Bezirk Neukölln) verübt. Jeweils eine Farbkugel traf das Schaufenster bzw. die Werbelettern des Geschäfts. Beide Kugeln zerschellten wie geplant. Die beiden Pelzhäuser liegen an stark frequentierten Straßen, wobei sich die Inhaber_innen des Geschäfts in der Hermannstraße, einem Aushang zufolge bis Mitte August im Urlaub befinden und der Farbanschlag bis auf weiteres nicht beseitigt werden dürfte. Mit diesen Farbattacken möchten wir ein deutliches Zeichen setzen. Kontinuierliche direkte Aktionen gegen das Pelzgeschäft Reif in der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln dürften ein Grund gewesen sein, jenes zu schließen. Hieran möchten wir mit diesen Aktionen anknüpfen. Wir erklären uns mit den Kampagnen gegen Modehäuser, wie Peek & Cloppenburg, Zara oder Karstadt solidarisch, wollen aber vermeintliche Rückzugsorte des Pelzverkaufs nicht unbeachtet lassen. Wir sehen derartige Farbanschläge und alle weiteren gewaltfreien Direkten Aktionen gegen Tierausbeutungsunternehmen unter allen Umständen als gerechtfertigt. Ein vom deutschen Grundgesetz gesichertes Recht auf Eigentum sehen wir generell, und angesichts der Vernichtung von sogenannten Pelztieren im speziellen, als Farce. Nicht-menschliche Tiere sind fühlend und somit Schmerz-empfindene Lebewesen. Deren Interessen der kapitalistischen Verwertungslogik unterzuordnen, z.B. in Form von Eigentumsansprüchen u.ä., kann keinesfalls Grundlage einer gewaltfreien, emanzipatorischen Gesellschaft sein. Let´s push things forward. Gruppe Tamerlan (Juli 2005)"

· BekennerInnenschreiben werden unverändert abgedruckt, solange darin nicht zu Straftaten aufgerufen wird. Aus rein rechtlichen Gründen dürfen wir BekennerInnenschreiben mit Aufrufen zu Straftaten nicht unverändert veröffentlichen. Es ist nicht der Offensive mit bildlichen oder schriftlichen Inhalten zu strafbaren Handlungen aufzurufen. Die Offensive gegen die Pelzindustrie führt weder Direkten Aktionen durch noch ruft sie zu diesen auf. Es werden lediglich Aktionen dritter weitergegeben!