30.12.06 Koblenz

Kurzbericht zu den beiden Mahnwachen in Koblenz am 30.12.2006

Veranstalter und Bericht: AG- Westerwaldkreis/ Menschen für Tierrechte

Zum ersten Mal in Koblenz – gleich zwei Mahnwachen gegen den Missbrauch der Pelztiere. Und das „zwischen den Tagen“ : wir störten die beschauliche Ruhe der Mosel-Rhein-Metropole mit der erschütternden Wahrheit um die Tragödie von „Pelz“.

Mit einem ausführlichen Infostand und einer „Aussenstelle“ vor einem Pelzladen – riefen wir den Koblenzern ins Gedächtnis, dass die von Ihnen getragenen Kapuzenpelzkragen, die Fellschuhe, die Pelzschals – auf grausamste Art und Weise entstanden sind.

Aktuelle Fotos von Chinesischen Schlachtmärkten, von in Fallen sterbenden Tieren, von dem Rest, der nach der „Pelzernte“ übrig bleibt – unterstützt durch Informationen aus dem Megafon – all das nahm den Passanten wohl die beschauliche Stimmung eines gemütlichen Einkaufsbummels.

Vor dem Pelzhaus Schmidt wurde mit Transparenten, Fotos und Plakaten auf die grausame Praxis in der „Pelzherstellung“ hingewiesen. Mit Empörung und Entsetzen versuchte die Geschäftsleitung, das Treiben vor ihrem Schaufenster zu beenden – vergeblich. Vier Stunden lang nutzten wir die Chance, Passanten anzusprechen, zu informieren, betroffen zu machen –und anzuregen, über Tierqualprodukte einmal etwas ernster nachzudenken.

Am Infostand selbst unterschiedliche Reaktionen: Von tiefer Betroffenheit bis zu verlegen wirkender Ignoranz – wir erlebten wieder einmal die volle Bandbreite menschlicher Sensibilität für Tiere.

Viele informierten sich am Stand, unterschrieben die Petitionen, kündigten Mitarbeit an, Adressen wurden ausgetauscht. Andere jedoch liefen lächelnd vorbei…..für uns unbegreiflich. Einige blieben in „sicherem“ Abstand stehen und hörten sich die Megafonreden an – sichtlich betroffen und mitgenommen von der grausamen Realität, den unvorstellbaren Zahlen.

Gesamtbilanz des Tages: wir konnten Viele aufrütteln, empfänglich machen für das unbemerkt gebliebene Drama der Pelztiere, konnten Kontakte knüpfen, viele Flyer verteilen, interessante Gespräche führen. Wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung – leider verbunden mit der Erkenntnis, dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist, bis alle Menschen von den Rechten unserer Mitgeschöpfe überzeugt sind.

Wir drücken dem Team um Christiane Jung die Daumen, dass nun auch im Westerwaldkreis eine dauerhaft engagierte Tierrechtsarbeit entsteht!