Presseinformation Wien, 13. November 2003

Protest gegen den Pelzverkauf bei Peek&Cloppenburg
Störaktion von TierrechtsaktivistInnen bei der zBp-Wirtschaftsmesse 2003

Nähere Informationen zur Kampagne gegen Peek&Cloppenburg zu finden unter http://www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.de

Heute Nachmittag protestierten AktivistInnen der Offensive gegen die Pelzindustrie vor dem Messestand von Peek&Cloppenburg dagegen, dass das Unternehmen weiterhin echte Tierpelz-Produkte in ihren Filialen anbietet.
Bei Österreichs größter Jobmesse zBp-Wirtchaftsmesse 2003 informierten rund 10 TierrechtlerInnen mit Schildern, Transparent und Flugblättern die MessebesucherInnen über die Beteiligung von Peek&Cloppenburg am blutigen Pelzhandel. Jährlich werden Millionen von Tieren für die Pelzindustrie gezüchtet und ermordet. Dagegen richtete sich der lautstarke Protest der TierrechtlerInnen. "Peek&Cloppenburg mordet mit" und "Stoppt den Pelzverkauf bei P&C!" skandierten die AktivistInnen und zogen damit die Aufmerksamkeit der BesucherInnen auf sich. Viele Menschen reagierten überrascht und empört darüber, dass Peek&Cloppenburg noch immer Profit auf Kosten der Tiere macht.
Die VertreterInnen von Peek&Cloppenburg versuchten den Protest zu ignorieren und die Gespräche mit InteressentInnen fortzusetzen, was allerdings aufgrund der Lautstärke der AktivistInnen nur schwer möglich war.
Die gewaltlosen TierrechtlerInnen wurden schließlich vom Sicherheitsdienst der Messeveranstalter umringt und in Richtung Ausgang gedrängt.

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Seit vergangenem Winter läuft eine Österreich- und Deutschland-weite Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie gegen das Unternehmen Peek&Cloppenburg, mit dem Ziel, die Verantwortlichen der Unternehmensleitung dazu zu bewegen, sich aus dem blutigen Pelzhandel zurückzuziehen.
Das Unternehmen verkauft in seinen Filialen, von denen es auch zwei in Österreich gibt, Mäntel und Jacken mit Pelzbesatz, Mäntel mit Pelzinnenfutter, Fuchs- und Kaninchenschals, etc. und verdient damit an dem Leid und dem Tod von unzähligen Tieren. Diese werden auf so genannten Pelzfarmen in kleinen Drahtgitterkäfigen gefangen gehalten, um dann nach mehreren Monaten Gefangenschaft durch Vergasung, Stromschlag oder Genickbruch ihres Felles wegen getötet zu werden. Für die Nerze, Füchse oder anderen Tiere hat dies ein Leben voller Angst, Leid und Qual zur Folge.

Alle Tiere haben ein Recht auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit und ein Recht darauf, ihr Leben gemäß ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen zu leben - ein Recht, das von Unternehmen wie Peek&Cloppenburg bewusst ignoriert wird. Tiere sind nicht eine Art von Ressource für uns Menschen, sondern eigenständige Lebewesen, die um ihrer selbst Willen existieren und die ebenso wie wir Leid und Freude empfinden können.

Seit mehreren Jahren führt die Offensive gegen die Pelzindustrie, ein Zusammenschluss von zahlreichen Tierrechtsgruppen, anfangs in Deutschland und jetzt auch in Österreich, Kampagnen gegen pelzverkaufende Modehäuser durch - mit großem Erfolg. Unternehmen wie der Otto Versand, C&A oder auch Europas größter Warenhauskonzern KarstadtQuelle AG zogen sich nach teilweise monatelangen Protesten aus dem Pelzhandel zurück. Damit ist die Offensive gegen die Pelzindustrie ihrem Ziel, der Abschaffung des Pelzhandels, wieder einen Schritt näher gekommen.

Auch in Zukunft wird die Offensive gegen die Pelzindustrie mit derartigen Aktionen immer wieder auf die grausame Realität des Pelzhandels aufmerksam machen.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie auf:

http://www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.de


http://www.vgt.at (Verein gegen Tierfabriken)

http://www.8ung.at/bat (Basisgruppe Tierrechte)