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Aus für
die Nerzfarm von Hubert Stangassinger Die
Offensive gegen die Pelzindustrie erzielte einen weiteren Erfolg
im Kampf für die Tiere. Die Nerzfarm des Biologielehrers Hubert Stangassinger
in Waging am See/Traunstein (Oberbayern) wurde geschlossen. Herr Stangassinger
hat dies heute, am 21.12.02, einer Journalistin der Zeitschrift Bravo
mitgeteilt. Über
diese Nerzfarm wurde in den letzten Wochen in den Medien ausführlich
berichtet, nachdem katastrophale Zustände festgestellt (leere und eingefrorene
Wassertränken, die Käfige waren teilweise mit bis zu acht Tieren belegt,
die Kotanhäufungen ragten bis an die Käfigböden, ...) und mehrere Anzeigen
wegen Verstoß gegen das Tierschutz- und Umweltschutzgesetz gestellt
wurden. In einem Gespräch vor zwei Wochen erklärte Herr Stangassinger
noch, dass er die Farm auf alle Fälle weiter betreiben wird. Die Vorwürfe
konnte er nicht verstehen. Er leugnete, dass mehrere Tränken nicht funktionsfähig
waren. Die "Überbelegung" von bis zu acht Tieren in einem
Käfig rechtfertigte er damit, dass Familienverbände nicht auseinander
gerissen werden sollen. Herr
Stangassinger ist erster Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Pelztierzüchter
e. V. und möchte – nach eigenen Angaben - dies auch nach der Schließung
seiner Farm bleiben. Die
Käfige sind bereits leer, über den Verbleib der Tiere – angeblich ausschließlich
Zuchttiere – liegen keine Informationen vor. In
Bayern hätten die neuen Haltungsbedingungen für sog. Pelztiere bereits
seit 01.02.2001 in Kraft treten müssen. Weil Herr Stangassinger gegen
diese neuen Auflagen klagte, warteten die bayerischen Behörden das Prozeßergebnis
ab. Nachdem das Gericht dem Farmbetreiber einen negativen Entscheid
bescherte, müssen die Behörden jetzt reagieren und die neuen Haltungsverordnungen
für die verbleibenden Farmbetriebe in Bayern durchsetzen. Die Offensive
gegen die Pelzindustrie hat die Angelegenheit einem Rechtsanwalt
zur weiten Prüfung und Bearbeitung übergeben. |