Gegen den Pelzhandel
Tierrechtsinitiative Paderborn protestierte erneut vor P & C
VON KATHRIN SCHAMONI
Paderborn. Durch seine Beteiligung am Pelzhandel ist das Modehaus Peek
& Cloppenburg Tierschützern schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge.
Seit November 2002 gibt es die Kampagne "Offensive gegen die Pelzindustrie",
die sich speziell gegen P&C wendet.
Und die Tierschützer sind hartnäckig: 650 Proteste bundesweit; allein 30 Demonstrationen hat die Tierrechtsinitiative Paderborn hier in den letzten zwei Jahren veranstaltet. Am Samstag folgte eine weitere Aktion: Vor dem Modegeschäft in der Westernstraße ließen die Tierschützer 200 rote Luftballons steigen. "Diese symbolisieren die bis zu 200 Individuen, die für einen Pelzmantel getötet werden. Jeder blutrote Luftballon trägt eine Karte, die dem Finder über den Pelzhandel bei P&C aufklärt", erläuterte die Initiative. Peek & Cloppenburg sei das letzte große Modehaus Deutschlands, das noch Pelz verkaufe.
Mit ihren provokanten eindeutigen Sprüchen ("P&C macht blutigen Profit") und auffälligen Plakaten zog die Tierrechtsinitiative viele Passanten zum Stand vor dem Modehaus.
Bei Peek & Cloppenburg blieb man gelassen. "Ach, das kennen wir schon", winkten einige Mitarbeiterinnen unbeeindruckt ab.
Von der Geschäftsleitung gab es (noch) keinen Kommentar. Der Geschäftsleiter ist im Urlaub; sein Stellvertreter war am Samstag nicht im Haus. Bisher hat es auf die Proteste der Tierrechtsinitiative nur eine Presseerklärung von Seiten des Modehauses gegeben.
Für die Tierschützer
steht fest: "Wir machen weiter, bis sich P&C komplett aus dem Pelzhandel
zurückgezogen hat."