Samstag, 6. März,
14:30 Uhr: Das Wochenendgeschäft bei P&C ist in vollem Gange. Am vierten
Tag nach der Eröffnung besuchen noch immer Unmengen von Leuten die neue
Filiale und drängen sich zwischen den Kleiderständern. Die anwesenden
VerkäuferInnen scheinen ziemlich überfordert. Im Erdgeschoss, wo das
ärgste Gedränge herrscht, beginnt plötzlich eine Gruppe von 10-15
TierrechtsaktivistInnen Schilder hochzuhalten mit Aufschriften wie "Peek&Cloppenburg
- Stoppt den Pelzverkauf" und "Pelz ist Mord". Sie skandieren
lautstark "Tiere haben Rechte - Pelz ist Mord!" und beginnen geschlossen
durch das Geschäft zu ziehen. Die umstehenden Menschen wirken überrascht,
aber viele äußern ihren Zuspruch. Erste Versuche der Kaufhaus-Securities,
die Demo in Richtung dem nächsten Eingang abzudrängen, schlagen fehl
und die AktivistInnen demonstrieren friedlich aber bestimmt durch das ganze
Erdgeschoss des großen Bekleidungshauses und lenken für einige Zeit
die Aufmerksamkeit aller anwesender Menschen auf sich. Danach verlassen sie
genauso schnell wie sie gekommen sind, geschlossen die Geschäftsräume.
Wieder mal war es AktivistInnen möglich, trotz relativ großem Aufgebot
an Sicherheitspersonal, auch in den Geschäftsräumen von P&C zu
protestieren und den zahlreichen anwesenden KundInnen zu zeigen, dass der Schein
trügt und sich hinter P&C's, offizieller ethisch verantwortlicher Geschäftspolitik,
Profit auf Kosten von Tieren verbirgt.
In persönlichen Gesprächen mit VerkäuferInnen hat sich herausgestellt,
dass auch innerhalb von P&C die Meinungen zum Pelzverkauf des Unternehmens
sehr gespalten ist, einige teilten unsere Bedenken Pelzprodukte im Sortiment
zu führen. P&C-Linz wird dieser Tag jedenfalls sicher noch länger
in Erinnerung bleiben.
LINZ
auch 06.03.2004
8 PelzgegnerInnen demonstrierten heute Nachmittag vor dem Haupteingang des P&C
auf der Landstraße. Viele PassantInnen gaben uns positives Feedback, indem
sie meinten aus Mitgefühl und Respekt gegenüber dem Leben nicht mehr
bei P&C einzukaufen bis diese KEINE Tierpelze mehr verkaufen.
Ein Geschäftsführer von P&C kam heraus und war sehr gereizt. Er
sagte kritischen Passanten, dass der Konzern P&C keinen Pelz verkauft, was
die PelzgegnerInnen schnell dementierten. Ausserdem fotografierte er die demonstrierenden
AktivistInnen, wollte seinen Namen nicht nennen und zog sich zurück als
auch Pelzgegnerinnen Photos von dem aufgebrachten Herrn machten.